Unsere Hovawarte sollen Menschen und Artgenossen gegenüber freundlich und
aufgeschlossen sein und selbstverständlich Haus und Hof bewachen.
Sie sollen
lernwillig, arbeitsfreudig und leistungsfähig in den verschiedenen Ausbildungsbereichen
sein. Das wünschen wir uns über viele Jahre. Zugleich sollen sie stets
bei guter Gesundheit und echte Schönheiten sein.
Das sind wirklich hochgesteckte Ziele. Und da fragt man sich:
Wie können wir diese Ziele erreichen?
Wir züchten nach der strengen Zuchtordnung des RZV für Hovawarte
mit viel Sachverstand und großer Liebe zu unseren vierbeinigen Familienmitgliedern.
Jedem Wurf geht eine sorgfältige Wurfplanung voraus:
Wir kennen unsere Hündin sehr gut und suchen mit Hilfe der Zuchtwartin den
bestmöglichen Rüden. Hier sind viele verschiedene Kriterien zu beachten.
Entsprechend aufwändig gestaltet sich die Suche.
Der Wurfzeitpunkt ist wichtig. Während wir Welpen haben, stehe ich den Welpen den ganzen Tag zur Verfügung und mein Beruf als selbständige Goldschmiedemeisterin
ruht so lange. Das muss also gut geplant sein.
So kommt dann irgendwann der Tag X, an dem wir zum Decken fahren. Das ist meist
weiter weg und mit Übernachtungen verbunden. Für unseren A-Wurf sind
Ronja und ich mit der Bahn von Jork/ Königreich im Alten Land bei Hamburg bis nach Baden-Baden gefahren. Alles hat bestens geklappt
und Ronja hat acht wundervolle Welpen mitgebracht.
Kaum sind wir wieder zu Hause, genehmigt Ronja sich Mutterschutz: “Ich
schone mich jetzt, ich bin ja schließlich schwanger.“ Wir Menschen
sind schon mal in Vorfreude: „Wie sollen sie denn heißen? Der Anfangsbuchstabe
steht ja fest, aber dann?“ Aktuell sind wir beim Buchstaben C, es ist Ronjas
dritter und letzter Wurf.
Wir kennen den Ablauf in unserem Haus ja nun schon:
Zwei Wochen vor der Geburt rollen wir den PVC-Boden auf unserem Holzfußboden
im Wohnzimmer aus und stellen dort die Wurfkiste auf. Später bauen wir dann
noch einen Welpenauslauf drum herum, der sich zur Terrassentür in den Garten öffnen
lässt. Dann hoffen wir, dass Ronja die Welpen wieder so souverän und
liebevoll zur Welt bringt, wie sie das die ersten beiden Male gemacht hat.
In den ersten drei Lebenswochen der Welpen herrscht Ruhe im Haus. Ronja wünscht dann keine Gäste. Ausnahme ist natürlich die Zuchtwartin, die ja in der ersten Lebenswoche bereits die erste Wurfabnahme durchführt. Ab der vierten Lebenswoche wird es richtig lebhaft: Welpeninteressenten und andere Gäste besuchen uns fast jeden Tag. Die Welpen lernen so schon früh, dass Menschen unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Alters einfach schön sind. Ronja findet das dann völlig in Ordnung. Sie erzieht konsequent ihre Welpen(wir Menschen lernen da immer viel von ihr!), spielt mit ihnen und holt sich nebenbei ihre Streicheleinheiten von unseren Gästen.
Unsere Welpen wachsen im Haus und im Garten auf. Wir bieten ihnen viel Abwechslung und eine gute Prägung. Die zukünftigen Welpenbesitzer bekommen vielfältige Informationen zu verschiedenen Themen: Fütterung und Pflege, Erziehung zur Stubenreinheit, „Wie spiele ich mit meinem Hund?“, Prägephasen, Welpenspielstunde und vieles mehr.
Selbstverständlich stehen wir auch nach
der Abgabe der Welpen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Verantwortung geht jedoch mit der Abgabe der Welpen auf Sie als die neuen Besitzer über.
So wünschen wir jedem unserer Welpen und seiner neuen Familie, dass Sie
die wichtige Arbeit, die wir begonnen haben, fortsetzen. Dann werden Sie und
ihr Hovawart zu einem guten Team, dass viel Spaß miteinander und viel Freude
aneinander hat. Sie haben dabei eine Menge Unterstützung durch uns und durch
den RZV für Hovawarte. Auch Ihr Welpe kann sich so Stück für Stück
dem Zuchtziel, bzw. Ihrer individuellen Vorstellung vom „Traumhund“ nähern
und eine große Bereicherung für ihr Leben werden.